SPÖ beschließt weitere 400 Mio. Euro Steuergeschenk für Superreiche

Jetzt Protest-Petition unterschreiben!

dagobertAm 7. Mai wurde nun das endgültige „Aus“ für die Schenkungs- und Erbschaftssteuer von SPÖ und ÖVP entschieden. Im Ministerrat wurde aber nicht nur das Auslaufen dieser Vermögenssteuern beschlossen, sondern gleich mehrere Zuckerl für Privatstiftungen. Wer bisher sein/ihr Vermögen an eine Stiftung übertragen hat, musste ein Art von Schenkungssteuer („Eingangssteuer“) von fünf Prozent bezahlen. Diese Steuern können nun von Privatstiftungen auf 20 Jahre verteilt auf die Körperschaftssteuer angerechnet werden.

So bekommen Stiftungen bereits gezahlte Steuern zurück. Dies entspricht einem Geschenk von 400 Millionen Euro für topvermögende ÖsterreicherInnen. Ein Umstand, den Werner Doralt, Vorstand des Instituts für Finanzrecht an der Uni Wien, als “verfassungswidrig” und “große Sauerei” bezeichnet. Ihm ist u.a. die ungleiche Behandlung von jursitischen und natürlichen Persönlichkeiten ein Dorn im Auge: Während Stiftungen die Steuern zurückholen können, ist dies für jene, die Erbschafts- und Schenkungssteuer gezahlt haben, nicht möglich.

Bereits heute sind über 60 Milliarden Euro in solchen Stiftungen zu besonders steuerschonenden Konditionen „geparkt“: So unterliegen nicht entnommene Stiftungserträge einem 12,5%igen Kapitalertragssteuersatz (Sparbücher werden mit einem 25%igen KeSt-Satz besteuert). Die weiteren, nun beschlossenen Steuererleichterungen werden in Zukunft weiter dazu beitragen, dass zum einen Stiftungen für diejenigen, die über Vermögen verfügen – WirtschaftstreuhänderInnen empfehlen für eine Stiftung ein Vermögen von mind. 2 Mio. Euro – immer attraktiver werden. Zum anderen bedeutet dies für den Staat geringere Steuereinnahmen. Ein Aspekt, der in der Diskussion dieses Gesetzesentwurfs von Seiten der SPÖ außen vor bleibt.

Mit der Unterschrift der Online Petition zu Privatstiftungen der „Sektion Acht “ SPÖ Wien Alsergrund kann ein Zeichen gegen diese Politik der Steuerentlastung für die Reichsten gesetzt werden.

Filed Under Nicht kategorisiert


SPÖ präsentiert 5 Gebote für eine “sozialdemokratische Handschrift”

 

Uns erreichte diese Pressemitteilung des Kanzlers anläßlich seines 1. Geburtstages, wir wollen sie niemandem vorenthalten und bedanken uns bei unserer befreundeten Randgruppe, der Sektion 8 .

 

SPÖ-Pressedienst / 11.01.2008 / 00:01 / OTS0012 3 II 4567 SPK1234 FR,

 

SPÖ PRÄSENTIERT 5 GEBOTE FÜR EINE „SOZIALDEMOKRATISCHEN HANDSCHRIFT“

 Utl.: Gusenbauer wehrt sich gegen Vorwürfe von Randgruppen, aus der „Sozialdemokratischen

Handschrift“ sei eine „Sozialdemokratische Klaue“ geworden

 

Wien (SK) – Aus Anlass des ersten Regierungsgeburtstages wehrt sich Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer gegen haltlose Anschuldigungen marginalisierter Randgruppen und erläutert stattdessen persönlich jene Thesen, die eines Tages in Goldlettern die Präambel zur Autobiographie seiner republikanischen Hoheit schmücken werden. Die 5 Gebote für eine Sozialdemokratische Handschrift:

 

1. Du sollst um jeden Preis in die Regierung gehen!

“Das selbstloseste aller Gebote. Denn auch wenn ‚Kompromisse’ noch so schmerzhaft sind, sie Selbstverleugnung und die Aufgabe von Grundprinzipien erfordern, so wird dadurch doch das allerschlimmste – die eigene Bedeutungslosigkeit – verhindert.Wenn es um Politik für die Menschen geht, darf ein Prinzip nicht im Wege stehen.“

 

2. Du sollst um jeden Preis in der Regierung bleiben!

„Ich habe schließlich aus meinen Anfangsschwierigkeiten gelernt: Wer sich bereits durch den Staub wälzt, der kann nicht mehr umfallen. Im Bereich der Erbschaftssteuer habe ich deswegen gar nicht erst versucht, auf einer Reparatur zu bestehen, sondern gleich vor der ÖVP den Boden geküßt. ’Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern?’ hat schon mein deutsches Vorbild Konrad Adenauer richtigerweise gefragt.“ Von wegen ‚Umfaller’!“

 

3. Du sollst den blanken Götzen des Zynismus anbeten

„Selbst einer meiner unbedeutenden Vorgänger wußte schon `Visionen sind ein Fall für den Arzt.‘ Als Moderator müssen dir Ergebnisse schnuppe sein, Hauptsache es gibt welche. Darum sage ich zu Nebenschauplätzen wie diesem nervtötenden Schulprojekt, dessen Name mir eben entfallen ist: Statte deine Ministerin mit den schlechtesmöglichen Startbedingungen aus und unterstütze sie bestmöglich nie wieder.“

 

4. Du sollst der Partei die Krone aufsetzen

„Mit einem Ex-Krone-Redakteur als Kammerdiener fällt die Einhaltung dieses Gebots besonders leicht. Und inhaltlich gibt es viele Überschneidungen: Keine Änderungen im Fremdenrecht, mit Ausnahme eines Asylgerichtshofs, wie ihn sich auch FPÖ und äh,Dingsbums wünschen würden. Dafür fordern wir gemeinsam mit Cato ein Bleiberecht für Arigona!“

 

5. Du sollst Tempo vor Rechtsstaatlichkeit stellen

„Kleinkriege sind etwas für meinen arbeitsamen Holzkasperl im Klub. Ich hingegen lerne von der ÖVP wenn es notwendig ist, etwa das Prinzip „Speed Kills!“ Eine Ministerin braucht gar nicht zu lesen, welche Maßnahmen Hochwohlgeboren für ihren Fachbereich ex ante auserkoren hat und eine Lächerlichkeit wie ein parlamentarischer Ausschuss interessiert weder bei Sicherheitspolizeigesetz, noch bei Eurofighter.“

 

„Angesichts unserer - den Kosmos erschütternden - einjährigen Erfolgsbilanz von einer ‚Sozialdemokratischen Klaue’ zu sprechen, kann nur der getrübten Wahrnehmung jugendlicher Komasäufer/innen entspringen,“ haucht der Kanzler zum Abschluss belanglosen parteiinternen Kritiker/innen entgegen. „Diese gewaltbereiten Demonstrant/innen mögen an meiner Herrlichkeit erkennen, wie sich Fleiß, Ausdauer, Kreativität und Leidenschaft in Jugendtagen bezahlt machen.(Schlus)s

 

Rückfragehinweis:             Oder:

Pressedienst der SPÖ           Randgruppe

Tel.: 01/53427-275             www.sektionacht.at

http://www.spoe.at             Das ist eine Satire

 

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNGUNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

 

Filed Under Nicht kategorisiert


Diskurs: Markus Marterbauer 18.Okt.

marterbauer1.jpg“Taxes are the price that we pay for a civilized society” - Diskussionsveranstaltung mit Dr. Markus Marterbauer.
18. Oktober, 18 Uhr, Café Cube, Kaisergasse 14a, Linz.

Markus Marterbauer ist Referent für Konjunktur und Makroökonomie am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Der kritische Ökonom plädiert für eine soziale Erneuerung der österreichischen Wirtschaftspoitik. Am 18. Oktober 2007 ist Markus Marterbauer zum Thema Verteilungsgerechtigkeit Gast im Alten Rathaus Linz.

Filed Under Diskurs, Marterbauer


Österreich den „G’stopftn“?

Zugegeben: Nur wenige Menschen haben so viel Spaß beim Steuernzahlen. Trotzdem: Steuersenkungen sind Gift für den Sozialstaat und treffen indirekt die sozial Schwachen. Mit dem anvisierten Auslaufenlassen der letzten Vermögenssteuerregelungen in ­Österreich entbrennt die Frage nach dem sozialpolitischen Sinn dieser Steuern aufs Neue. Eine Analyse von Manu Hiesmair und Rici Held über die Gerechtigkeit von Vermögenssteuern.
Read more

Filed Under Vermögenssteuern


“Umverteilt wird immer”

bichmarterbauer.pngRezension

Umverteilt wird immer

Leonhard Dobusch

“Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung bedeuten weniger Steuern eben nicht mehr, sondern “Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung bedeuten weniger Steuern eben nicht mehr, sondern weniger Geld zum Leben.“ Wer den Wirtschaftsforscher Markus Marterbauer bereits aus seinen Kommentaren in der Wiener Stadtzeitung Falter kennt, die/die werden solche nüchtern-unkonventionellen Schlussfolgerungen in seinem neuen Buch nicht überraschen, meint Leonhard Dobusch.

Read more

Filed Under Marterbauer, Rezension


Die Sache mit der Gerechtigkeit

gerechtigkeit.jpg Österreich ist kein Land des breiten, demokratisch verteilten Wohlstandes. Die „Oberen Sechzigtausend“, das sind ein Prozent der ÖsterreicherInnen über 19 Jahre, besitzen 34 Prozent des Gesamtvermögens. Auf die obersten zehn Prozent entfallen zwei Drittel des Gesamtvermögens. Ein Beitrag von Sozialwirtschafts-Student Dieter Etzelstorfer (Chefredakteuer COGITO VSStÖ-Linz) über die Aufhebung der Erbschaftssteuer und Vermögensbesteuerung in Österreich.

Read more

Filed Under Gerechtigkeit, Vermögenssteuern


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Read more

Filed Under FAQ


FireStats icon Powered by FireStats